Newsletter April 2013
NRW Kultursekretariat

Kooperierte Projekte: »Rembetiko« Musik und Migration zwischen Orient und Okzident
Die Initiative »Paradoxon« aus Bochum präsentiert zusammen mit Regisseur Costas Ferris und Komponistin Thessia Panajotou den berühmten griechischen Film »Rembetiko«, der nicht zuletzt auch wegen seiner Musik bei der Berlinale 1984 mit dem Silbernen Bären ausgezeichnet wurde: Filmvorführung mit Podiumsgespräch und musikalischem Abschluss am 12.4. im Bahnhof Langendreer in Bochum und am 13.4. im Theater Oberhausen.

Kooperierte Projekte: »Der (kommende) Aufstand nach Friedrich Schiller«
Ein Jahr vor der Französischen Revolution verfasste Schiller die Studie »Der Abfall der Niederlande«. Von seinen historischen Schriften schlägt das Performancekollektiv andcompany&Co. kühn den Bogen in die Gegenwart: Schiller und Occupy stehen den Assoziationsakrobaten ebenso Pate wie die protestierenden Wutbürger, die Bankenkrise und die Bots. Es entsteht ein temporäres »Transnationaltheater«, in dem die Freiheit immer wieder erkämpft und verspielt wird: Am 18. und 19.4. im FFT Juta, Düsseldorf.

Das 3. Ohr: Musikkulturen – Frank Wuppinger & L'Orchestre Europa
Inspiriert durch seine vielen Reisen in verschiedene Länder Europas gründete der Komponist und Gitarrist Frank Wuppinger 2003 das L'Orchestre Europa. Die Gruppe improvisiert über alte europäische Musik in geraden und ungeraden Rhythmen, schlägt elegant die Brücke ins Heute und steckt im musikalischen Ritt durch Stile und Rhythmen einen Claim ab, der von Osteuropa und den Balkan über Frankophones bis hin zum keltischen Kulturkreis reicht: zu erleben am 12.4. in der Börse, Wuppertal.

Das 3. Ohr: Musikkulturen – Alpcologne
Das Alphorn ist in unseren Gefilden eher selten anzutreffen. Dass man mit diesem sperrigen Blechblasinstrument mit viel Kreativität und Witz einen ganz eigenen Kosmos aus musikalischen Klängen und Abenteuern entfalten kann, beweist das Ensemble Alpcologne. Kombiniert mit der Ausdrucksmöglichkeit und melodischen Beweglichkeit einer außergewöhnlichen Stimme entsteht facettenreiche Weltmusik – mit Jazzelementen, alpinen Klängen, 7/8tel, Folk, Latin und sogar Alphorn-Beatboxing: am 28.4. im Museum Bochum.

Medienkunst: »Konsequenzen« in Bonn
Mit »Konsequenzen« präsentieren die Tanzkompanie bo komplex und das Euro Theater Central ein audiovisuelles Gesamtkunstwerk ambitionierter Medienkunst. Vor einer 3D-Video-Installation der Bonner Künstlerin Lieve Vanderschaeve und zu vertonten Text- und Musikfragementen des Musik-Designers Philip Roscher entfalten die Akteure nach der Choreografie von Bärbel Stenzenberger und Olaf Reinecke ein avanciertes Tanzstück über Träume, Visionen, Wirklichkeit und Fiktion: am 6. und 7.4. im Euro Theater Central Bonn.

Fonds Neues Musiktheater: »Selma Ježkóva« (Dancer in the dark)
Im Jahr 2000 brachte Lars von Trier seinen Film »Dancer in the Dark« in die Kinos. Der zeitgenössische Komponist Poul Ruders komponierte aus dem packenden Stoff eine Oper, die im königlichen Opernhaus von Kopenhagen 2007 uraufgeführt wurde. Dabei erfand er eine ganz eigene klangliche Ästhetik und verdichtete die Handlung musikalisch derart, dass der dramatische Druck ins Unermessliche wächst – erstmals in Deutschland zu sehen am Theater Hagen: am 13. (Premiere), 16. und 25.4.

Fonds Neues Musiktheater: »Flüchtling oder: Die Ferien von Djamila«
Der Librettist Daniel Goldenberg und der Komponist Lucio Gregoretti entwickelten ein freches und zugleich feinfühliges Stück über Solidarität und die Verantwortung jedes Einzelnen. Schauplatz ist ein Klassenzimmer am letzten Schultag vor den Ferien. Figuren und Darsteller entwickeln hieraus ein Plädoyer für Mitgefühl und Engagement, gegen Bürokratie und Gleichgültigkeit – ein Projekt des TheaterJugendOrchesters (TJO): am 13. (Premiere), 15., 19., 24. und 27.4. im Theater Münster.

Fonds Neues Musiktheater: »b. 15« in Düsseldorf
Ab April läuft an der Deutschen Oper am Rhein der Ballettabend »b. 15« mit Unterstützung durch den »Fonds Neues Musiktheater«, mit Musik von Brian Eno, Alfred Schnittke und Igor Strawinsky u. a. Die Premiere am Opernhaus Düsseldorf findet statt am 12.4., weitere Aufführungen gibt es am 14., 19., 21., 26. und 27.4.

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