Newsletter Februar 2014
NRW Kultursekretariat

1914: Projekte in Aachen und Neuss
Das Kultursekretariat fördert 2014 in 15 Städten ein umfangreiches Programm aus Konzerten, Ausstellungen, Theateraufführungen, Filmprogrammen und Lesungen zum 1. Weltkrieg. Im Internationalen Zeitungsmuseum in Aachen ist noch bis 25.4. die Ausstellung »Niemand hat die Absicht, einen Krieg zu beginnen« zu sehen. In der Stadtbibliothek Neuss zeigt das Turmalin-Theater im Rahmen der Reihe »Epochenschwelle 1914« am 26.2. seine Produktion »Kafka oder Das Zögern vor der Geburt«.

Fonds Neues Musiktheater: »Der Universums-Stulp« (UA) in Wuppertal
1993 erschien Eugen Egners Roman »Der Universums-Stulp«. Als Auftragsarbeit der Kunststiftung NRW hat er diesen nun mit dem Komponisten Stephan Winkler für die Wuppertaler Bühnen zu einer »musikalischen Bildgeschichte in drei Heften« adaptiert. Entstanden ist eine Graphic Novel, die Comic, Zeichentrick, Theater und Gesang auf neuartige Weise verbindet. Zur Uraufführung lädt das Wuppertaler Opernhaus am 7.2. Weitere Termine: 9./13./15.2.

Fonds Neues Musiktheater: »Vom Mädchen, das nicht schlafen wollte« (UA) in Duisburg
Als Auftragskomposition der Deutschen Oper am Rhein entstand diese abenteuerliche Oper nach dem Libretto des preisgekrönten Kinder- und Jugendbuchautors Martin Baltscheit. Die Musik zu der Geschichte über Freundschaft und Tod schuf der Berliner Komponist Marius Felix Lange. Inszeniert wird die Familienoper für Zuschauer ab acht Jahren von Johannes Schmid. Premiere ist am 14.2. im Theater Duisburg, weitere Vorstellungen folgen am 15./21./23. und 25.2.

Fonds Neues Musiktheater: »Stadt der 1000 Feuer« (UA) in Gelsenkirchen
Die Ideen, Utopien und Inhalte der Arbeiterbewegung bekamen zu Beginn des letzten Jahrhunderts eine Stimme mit den komponierten Sprechchören von Bruno Schönlank. Was ist übrig von ihren Inhalten, Ideen und Utopien? Das Bühnenhörspiel für Sprechchor und vier Solisten von Oliver Augst und John Birke feiert seine Uraufführung am 21.2. im Musiktheater im Revier. Weitere Vorstellungen am 22. und 28.2.

Das 3. Ohr: Klanglandschaften – »TSCH’inK‘A« in Mülheim
Mit dem Musiktheater von Birol Topaloğlu und Yiğit Sertdemir widmet sich die gemeinsame Veranstaltungsreihe von NRW Kultursekretariat, Theater an der Ruhr und WDR 3 der Szene Istanbul. Im Zentrum von »TSCH’inK’A« stehen die Kosmologie und Poesie der Schwarzmeer-Region der Türkei. Ihren Spuren und Geschichten wird Birol Topaloğlu mit seinem Repertoire unglaublicher Klänge lebendigen Ausdruck verleihen: am 22.2. im Theater an der Ruhr in Mülheim.

Soundtrips NRW: Phil Minton & John Russell
Im mittlerweile 18. Soundtrip treffen zwei Legenden der englischen Improvisierten Musik auf die NRW-Szene. Mit Phil Minton ist einer der originellsten Vokalisten der zeitgenössischen Musik zu Gast. Er wird begleitet von einer Schlüsselfigur der englischen Improvisationsszene: John Russel. Sein Stil beruht auf der radikalen Neuerfindung der Rolle der akustischen Gitarre im musikalischen Kontext. Zu hören sind die beiden Ausnahmemusiker am 28.2. in der VHS Duisburg. Weitere Auftritte und ein Workshop im März. www.soundtrips-nrw.de

Tanzrecherche NRW: Bis 15.2. noch für 2014 bewerben!
Auch 2014 bietet das internationale Stipendienprogramm Künstlern aus den Bereichen Tanz, Choreografie, Musik und Performance mehrwöchige Residenzen an, um themenbezogene, jedoch produktionsunabhängige Recherchen in NRW zu betreiben. Partnerstädte für die Recherchen #14 und #15 sind Dortmund und Düsseldorf. Bewerbungen sind ausschließlich online möglich. Die Ausschreibungsfrist endet am 15.2. www.tanzrecherche.de

Medienkunst: »FADING LIGHTS« in Köln
Die großformatige Installation »FADING LIGHTS« des Medienkünstlers Daniel Burkhardt (geb. 1977) – eine Collage aus sechs Bildfragmenten, die sich immer wieder neu zusammensetzt, verschiebt und zerfällt – ist im Vorfeld der Kölner Biennale »new talents 2014« im t.a.t., temporary art tower, in Köln zu sehen. Die Ausstellung läuft vom 1. bis 10.2.

Transfer Korea-NRW: Ausstellung in Bonn noch bis 9.2.
Die letzte Möglichkeit, noch eine der abschließenden Ausstellungen des neunten Künstler- und Kunstaustauschprogramms zu besuchen, bietet das Kunstmuseum Bonn bis zum 9.2. Dort sind Werke der international renommierten Künstlerinnen und Künstler ausgestellt, die sich an diesem einzigartigen Dialog zwischen Künstlern, Institutionen und Szenen in den vergangenen drei Jahren beteiligt haben. www.transfer-korea-nrw.com

Das 3. Ohr: Musikkulturen – Uwaga! in Dortmund
Mit Geige, Bratsche, Akkordeon und Kontrabass begibt sich die deutsch-polnische Formation Uwaga! auf einen irrwitzig-anarchischen Streifzug durch das klassische Repertoire. Scheinbar unvereinbare Stile gehen auf der Bühne eine tollkühne Liaison ein: Abendländische Hochkultur trifft auf Gipsy, Jazz und Funk. Uwaga! kapert die Kompositionen der großen Meister und jagt sie mit schier unverschämter Spielfreude durch die Epochen und trifft dabei am 23.2. auf das Folkwang Kammerorchester im domicil in Dortmund, Beginn 20:00 Uhr.

Werkproben: Jürgen Nendza in Neuss
Der Lyriker Jürgen Nendza ist im Rahmen der Werkproben unterwegs und liest am 15.2. in der Galerie amschatzhaus in Neuss aus seinen Werken. Beginn der Veranstaltung ist 16:30 Uhr.

Kooperierte Projekte: »Dantons Dilemma« in Köln
Vier faule Vögel, beiderlei Geschlechts, gefangen im Brachland einer zivilisatorischen Ordnung, die längst keine Orientierung mehr bietet. Also machen sie sich auf die Socken – die der guten alten Erkenntnisgewinnerei – und es entwickelt sich ein wilder Trip durch Lichtinstallationen und Beat. Die Textcollage des Theaterkollektivs Sir Gabriel Dellmann e. V. ist nach ihrer Uraufführung im Oktober 2013 nun vom 21. bis 23.2. in der studiobühneköln zu sehen.

Fonds Neues Musiktheater: »b. 18« in Duisburg
»b. 18«, der jüngste Ballettabend des Balletts am Rhein zeigt Choreografien von George Balanchine, Martin Schläpfer und als Uraufführung die vom Fonds geförderte Arbeit »Sorrowful Songs« von Nils Christe. Sie entstand auf der Musik des 2. und 3. Satz aus Henryk Mikołaj Góreckis Sinfonie Nr. 3, die es mit ihrer expressiven Ausdruckskraft als »Sinfonie der Klagelieder« in den 1990er Jahren in die Popcharts schaffte. Die Produktion ist am 1., 16. und 26.2. wieder im Theater Duisburg zu sehen.

Fonds Neues Musiktheater: »Prinzessin im Eis« am Theater Aachen
Nach ihrer Uraufführung im Dezember 2013 steht die »Polarkomödie« von Anno Schreier wieder auf dem Spielplan des Theaters Aachen. Das mit viel Situationskomik ausgestattete Musiktheater für Zuschauer ab 12 Jahren erzählt mit farbenreicher Musik die kuriose Geschichte um ein multinationales Forscherteam, das im tiefen Grönlandeis eine gefrorene Frau entdeckt: am 12. und 22.2.

Auftrittsnetzwerk Favoriten: »GRIND« in Zürich
Mit »GRIND« haben Choreograf Jefta van Dinther, Lichtdesignerin Minna Tiikkainen und Soundkünstler David Kiers eine nervenaufreibende Metapher für die heutige Lebens- und Arbeitswelt kreiert: Vibrierende Dunkelheit, repetitive Körperbewegungen, pulsierende Techno-Beats und irritierende Lichteffekte bilden eine hochtourige Affektmaschine. Sie stellt die Kraft der Wahrnehmung auf die Probe und provoziert den Kurzschluss der Sinne. Das Auftrittsnetzwerk des Kultursekretariats ermöglicht zwei Auftritte am 5. und 6.2. im Züricher Theaterhaus Gessnerallee.

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