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Rückblick 2013

Ein Rückblick auf das ereignisreiche Jahr 2013!

2013 organisierte das Internationale Besucherprogramm insgesamt 20 Programme für 130 Gäste aus 50 Ländern. Die Themenfelder reichten von bildender Kunst (u. a. Medien- und Videokunst, Fotografie, Museen- und Galerienlandschaft), Film (Kurzfilm) über Musik (Jazz, Neue Musik, Popkultur), Theater (etablierte Theater und freie Szene) bis Tanz (zeitgenössischer Tanz) und Kreativwirtschaft. Zahlreiche Festivals wie die Videonale in Bonn, Internationale Kurzfilmtage Oberhausen, tanz nrw in Köln, »Stücke« Theaterfestival in Mülheim an der Ruhr, Moers Festival, c/o pop und C’n’B, Impulse Theater Biennale und die Ruhrtriennale wurden von den Teilnehmern im Rahmen der Besucherreisen besucht und ggf. von Journalisten besprochen.

Erfahren Sie hier mehr über die jeweiligen Programme und die Gäste.

Als Netzwerkprogramm ist es das größte Anliegen des Internationalen Besucherprogramms, Gäste mit den richtigen Ansprechpartnern in NRW zusammen zu bringen, um Impulse für eine gemeinsame Arbeit zu geben und längerfristig Kooperationen entstehen zu lassen. Kreativität ist ein Prozess, der seine Zeit benötigt. Dementsprechend können Kooperationen erfahrungsgemäß Vorbereitungszeit (Kommunikation zwischen Partnern, Beantragung und Bewilligung von Fördermitteln im Ausland und in NRW, Realisierung etc.) in Anspruch nehmen. Umso mehr hat es uns gefreut, über konkrete gemeinsame Projekte zwischen Gästen und Partnern im Land bereits während des laufenden Jahres zu erfahren.

Im März besuchten sieben Kulturschaffende das Kulturland NRW zum Thema »Videonale 14: Festival for Contemporary Video Art – Video Art in North Rhine-Westphalia«. Die Gäste besuchten zahlreiche Ausstellungen im Rahmen des Videokunstfestivals, die über das ganze Bonner Stadtgebiet verteilt waren. Darüber hinaus standen Treffen und Besichtigungen anderer relevanter Institutionen für Medien- und Videokunst wie die Julia Stoschek Collection in Düsseldorf, Hartware – MedienKunstVerein und das Museum Ostwall in Dortmund, die Kunsthochschule für Medien in Köln und das Videokunstzentrum im Gelsenkirchener Nordsternturm. Bei dem Besuch im Museum Ostwall schoss einer der Teilnehmer, Genco Gülan, renommierter Konzept- und Videokünstler sowie Dozent an der Boğaziçi Üniversitesi in Istanbul, einige Fotos von Mitarbeitern des Museums. Nach seiner Rückkehr erarbeitete der Künstler ein besonderes Porträt einer Mitarbeiterin, dem er den Titel »Employee of the Month« gab. Dem Museum Ostwall bot er das Werk als Schenkung für dessen Sammlung an. Seit September ist das Porträt nun in der Dauerausstellung des Museums zu sehen.

Ein weiteres Ergebnis der Reisen des Besucherprogramms ereignete sich im Sommer. Im Rahmen des Programms »Photographie in NRW« besuchten im April Gäste aus verschiedenen Ländern Nordrhein-Westfalen, um einen der wichtigsten Standorte für Photographie in Deutschland kennenzulernen. Zahlreiche Ausstellungen, Museen und Institutionen standen auf dem Programm. Darunter waren das K21 – Ständehaus und das AFORK – Archiv künstlerischer Fotografie der Rheinischen Szene in Düsseldorf, die Photographische Sammlung des Museums Folkwang, die Photographische Sammlung der SK Stiftung Kultur sowie die Photographischen Sammlungen und Archive des Museums Ludwig in Köln. Wie gewohnt wurden die Besuche von Führungen und Gesprächen mit Kuratoren begleitet. Im Zuge der Gespräche ist es Krisztián Kukla, dem Leiter des MODEM – Centre for Modern and Contemporary Art in Debrecen/Ungarn gelungen, Florian Ebner, den Leiter der Photographischen Sammlung des Museum Folkwang für die geplante Ausstellung »Still« im Sommer zu begeistern. Das MODEM konnte sich anschließend über Leihgaben des Essener Museums freuen.

Eine weitere Gruppe, die im April die Kulturlandschaft NRWs besuchte, beschäftigte sich mit Galerienwesen des Rheinlandes. Zum Thema »Temporary Gallery – Galleries in NRW« empfing das Internationale Besucherprogramm sieben internationale Galeristen und Kulturschaffende. Die Gäste besuchten in drei auf einander folgenden Tagen neun Galerien in Köln und Düsseldorf sowie die Kunstsammlung K20 und den Kölnischen, Bonner und Neuen Aachener Kunstverein. Es wurden zahlreiche Kontakte zu rheinländischen Galeristen und Kuratoren geknüpft. Außerdem gingen gleich zwei Kooperationen mit der Temporary Gallery in Köln aus der Gruppe hervor. Sergio Rubira, Kunsthistoriker, Kurator und Gründungsmitglied des Kunstraums RMS La Asociación aus Madrid/Spanien wurde von der Temporary Gallery eingeladen eine Ausstellung mit dem Titel »Impossible Show« zu kuratieren. »RMS schlug vor, zusammen mit der Temporary Gallery die Impossible Show weiterzuentwickeln, die erstmals 2011 realisiert wurde. Zahlreiche internationale Kuratoren wurden hierfür eingeladen, Konzepte von Ausstellungsprojekten beizutragen, die aus verschiedensten Gründen ›unmöglich‹ sind - sei es, weil ihr Diskurs verboten und zensiert ist, die Kunstwerke verschwunden, zerstört oder gestohlen sind, weil sie nicht bewegt werden können, sie nie existiert haben, oder weil der Ort selbst eine Ausstellung nicht erlaubt ... Eine ›Ausstellung über unmögliche Ausstellungen‹, nun ein fortlaufendes Archiv, begann mit Dora Garcías »100 impossible artworks« und nimmt seither unterschiedlichste Formate an, ob Pressemitteilungen, Vorträge oder Hörführungen. Ziel soll sein, über das Ausstellen und dessen bestimmende Faktoren zu reflektieren, über das Erzählen durch Kunstwerke, das literarische Genre der Ekphrasis, das Entstehen von Fiktion, Gerücht und Lüge und die Übung in Erinnerung und Imagination.« So die Beschreibung des Projekts auf der Homepage der Temporary Gallery. Die Ausstellung wurde am 29.11.2013 eröffnet und läuft bis Februar 2014. Zahlreiche Vorträge und Beteiligungen anderer Künstler und Kuratoren begleiten die Ausstellung. So auch die Beteiligung von Francesco Stocchi, leitenden Kurator für moderne und zeitgenössische Kunst am Museum Boijmans Van Bueningen in Rotterdam/Niederlande im Februar 2014.

Nicht nur die bildenden Künste führten 2013 zu Kooperationen. Ob Musik, Film oder Theater, auch in anderen Sparten gab es in diesem Jahr viel Inspiration. Zu den 59. Internationalen Kurzfilmtagen in Oberhausen empfing das Internationale Besucherprogramm sieben Filmemacher, Journalisten und Filmkritiker. Das weltweit bekannte Filmfestival zieht jährlich tausende Besucher ins Ruhrgebiet und setzt Jahr für Jahr neue Maßstäbe. Die Veranstaltungen des Festivals machten den Großteil des Programms aus, dennoch wurden die Wettbewerbe und Sichtungen von weiteren Besichtigungen und Gesprächen ergänzt. Dazu gehörten u. a. der Besuch bei der ifs – Internationalen Filmschule Köln. Frank Olivier Ndema, Regisseur, Produzent und Leiter des Tout Court-Short Film Festival in Jaunde/Kamerun lud im Zuge dessen die Produktion der ifs-Schüler Lars Winther und Hendrik Hent »Having Krebs« zum Kurzfilmfestival RIFIC ein. Der Film wurde am 12.11.2013 dem Festivalpublikum gezeigt und gewann gleich in zwei Kategorien – Montage und bester Ton – den ersten Preis. Auch eine Kooperation mit den Kurzfilmtagen Oberhausen ist einem Gast direkt gelungen. Lars Henrik Gass, Leiter der Internationalen Kurzfilmtage in Oberhausen, wurde von Iokaim Mylonas, künstlerischen Leiter des Cyprus International Short Film Festival Limassol aus Dherynia/Zypern zum Vorsitz der Jury des zypriotischen Festivals eingeladen.

Die mit Sicherheit prompteste Kooperation des Jahres ist bei dem Programm »c/o pop – Pop Culture in NRW« erfolgt. Die Gäste des Programms besuchten die Veranstaltungen im Rahmen des Festivals und widmeten sich der Musik-, Medien- und Popkultur des Rheinlandes. Parallel dazu wurden die Besucher in die Panels und Netzwerk-Workshops der C’n’B – Creativity and Business Convention eingebunden und wurden damit aktive Teilnehmer des Festivals. Ricardo Lira, Musiker und Programmdirektor des Parque Cultural Valparaíso in Chile wurde bereits vor seiner Anreise in das musikalische Programm der c/o pop aufgenommen und hatte damit die Gelegenheit, sich einem deutschen Publikum zu präsentieren.

Ein ganz besonderes Highlight des Jahres 2013 war das Programm »International Festival of Arts in the Ruhr Region – Ruhrtriennale«, zu dem das Internationale Besucherprogramm sechs Theaterregisseure, Theaterkritiker und Journalisten empfing. Um die kulturelle Besonderheit der Ruhrtriennale und des Ruhrgebiets zu erfassen, wurden den Gästen neben den herausragenden Produktionen des Festivals die Ausstellungen im Rahmen der Emscherkunst.2013 sowie die Sammlung des Museums Folkwang, wo die Talkrunden des Festivals stattfanden, gezeigt. Im Anschluss an das Programm ist es António Lagarto, Leiter der Theatre and Film School in Lissabon/Portugal gelungen, den künstlerischen Leiter der Ruhrtriennale 2012-2014 Heiner Goebbels im Rahmen des »Ciclo Heiner Goebbels« als Redner für Dezember 2013 zu gewinnen.

Über die stattgefundenen Kooperationen hinaus wurden zahlreiche gegenseitige Einladungen an die Akteure und Kulturschaffenden ausgesprochen. Das Internationale Besucherprogramm konnte rund 130 neue Multiplikatoren in allen Sparten für das Netzwerk gewinnen und zahlreiche Partner an einander vermitteln. Ergänzend wurden bereits im Laufe des Jahres 2013 über 20 Berichterstattungen u. a. über das Tanzfestival tanz nrw 13, die Internationalen Kurzfilmtage in Oberhausen, das Theaterfestival »Stücke 2013 – Mülheimer Theatertage«, das weltberühmte Moers Festival, das bereits erwähnte Musikfestival c/o pop, die Konferenz zur Kreativwirtschaft »Forum d’Avignon Ruhr« sowie die Ruhrtriennale veröffentlicht.

Wir freuen uns sehr über die Errungenschaften des Jahres 2013 und gratulieren allen Beteiligten zu gelungenen Kooperationen und einem ereignisreichen Jahr!

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