Newsletter Juni 2014
NRW Kultursekretariat

Sichtungen: Symposium »Homo oeconomicus« in Moers
Am 20./21.6. veranstaltet das NRW KULTURsekretariat gemeinsam mit und im Schlosstheater Moers ein Symposium zum Thema »Homo oeconomicus« im Rahmen der Reihe »Sichtungen«. Ingrid Breckner, Heinz Bude, Adrienne Goehler, Constanze Kurz, Jan Ritsema und Kathrin Röggla diskutieren mit Frank Raddatz alternative Modelle des Zusammenlebens, die von Kriterien der Lebensqualität und vom Topos der Kooperation ausgehen. Am 21.6. liest Hanna Schygulla Texte von Etel Adnan.

1914: »Die Geschichte vom Soldaten« in Mönchengladbach
Die Geschichte vom Soldaten ist überall dieselbe: früh aufstehen, marschieren, tapfer schießen, elend erschossen werden. Ob Held, Mörder, Befreier, Feind, Trauma-Patient oder Krüppel: am Ende wird der Soldat mit Orden, Denkmälern und Geschichtsbüchern überhäuft – und bleibt vor allem ein gutes Geschäft. Das 1. Deutsche Stromorchester bringt die halbszenische, durch Textrezitationen ergänzte Suite von Igor Strawinski und Charles-Ferdinand Ramuz von 1917 am 22.6. im Museum Schloss Rheydt in Mönchengladbach zu Gehör.

1914: »Schönheit und Schrecken« in Essen
Mit einer umfangreichen Veranstaltungsreihe erinnert die Stadt Essen an den Beginn des 1. Weltkriegs vor 100 Jahren. Ausstellungen, Filmvorführungen, Konzerte, Lesungen, Theatervorstellungen und Vorträge beleuchten »Schönheit und Schrecken« in dieser Zeit. Ausführliche Informationen zum Programm finden Sie hier unter www.essen.de.

1914: Fotos von der Westfront in Mönchengladbach
Fotografien aus der Zeit von 1915 bis 1918, die Walter Kleinfeldt als junger Soldat mit einer einfachen Plattenkamera aufnahm, zeigt die Ausstellung »Fotos von der Westfront« im Museum Schloss Rheydt in Mönchengladbach. Vom 22.6. bis 20.7. sind diese bildlichen Dokumente des Krieges zu sehen, die das spätere professionelle Wirken des Fotografen Kleinfeldt vorwegnehmen.

1914: Zehn Märsche (um den Sieg zu verfehlen) in Bochum und Dortmund
Das Musik- und Performanceprojekt von Rochus Aust marschiert auf 10 Grenzen. Eine morbid-anachronistisch-selbstleuchtende Blaskapelle als Bataillon der Zukunft wandelt auf den verlorenen Grenzen der Geschichte. Ob 1914, 1989 oder 2009: jeder Marsch fördert neben dem historischen Bodensatz die aktuellen Verbindungs- und Trennungslinien zutage: »MARSCH 01 auf der Grenze zum entmilitarisierten Rheinland (West)« am 19.6. in Bochum und Dortmund.

Medienkunst: Brückenmusik 2014 in Köln
Die »Brückenmusik« in Köln existiert seit 1995 und gilt als eine der ältesten und bundesweit profiliertesten Konzertreihen für Klanginstallationen und akustische Kunst. Ihr 20jähriges Bestehen wird vom 22. bis 29.6. u. a. mit einer Installation des Staalplaat Soundsystems aus den Niederlanden im Hohlkasten der Deutzer Brücke gefeiert. www.brueckenmusik.de

Tanzrecherche NRW: Uraufführung von »Exuvie« in Köln
Die Choreografen und Tänzer Christophe Béranger und Jonathan Pranlas-Descours experimentierten 2013 als Stipendiaten der Tanzrecherche NRW mit dem Material Wachs – ein Stoff, der den Körper zur Auseinandersetzung mit der eigenen Zeitlichkeit zwingt und den Tanz zum idealen Ausdrucksmittel der permanenten Angleichung an das Material werden lässt. Das aus der Recherche entstandene Stück «Exuvie« kommt nun in Köln zur Uraufführung: 27. und 28.6. in der Kölner Wachsfabrik.

Kooperierte Projekte: E-MEX-Ensemble in Dortmund
Das auf zeitgenössische Musik spezialisierte E-MEX-Ensemble, das in diesem Jahr sein 15-jähriges Bestehen feiert, widmet sich am 4.6. einem vergessenen Ahnen der Moderne: Charles Tournemire. Im Konzert im Dortmunder Museum für Kunst und Kulturgeschichte werden neben Werken von Tournemire Kompositionen von André Jolivet, Olivier Messiaen und Tristan Murail erklingen. Beginn ist 19:30 Uhr.

Werkproben: Lesung mit Marie T. Martin in Aachen
Die Lyrikerin Marie T. Martin liest im Rahmen der landesweiten Lese- und Literaturförderung des NRW KULTURsekretariats: am 28.6., 12:00 Uhr, im Aachener Haus Löwenstein.

Das 3. Ohr: Musikkulturen – GlobalTala in Düsseldorf und Aachen
Der international gefeierte Percussionist Ramesh Shotham lädt erneut die hochkarätigen Musiker Zoltan Lantos, Bradford Catler und Christopher Herrmann zum musikalischen Dialog. Als Grundlage und Inspirationsquelle für die Begegnung von  Ideen und Klangkonzepten aus unterschiedlichen Musikkulturen und Traditionen wird wieder Shothams Rhythmuskonzept GlobalTala dienen: am 21.6. in Düsseldorf (KIT Café, 19:00 Uhr) und 22.6. in Aachen (Hof, 16:45 Uhr).

Das 3. Ohr: Musikkulturen – Uwaga! in Mönchengladbach
Mit Geige, Bratsche, Akkordeon und Kontrabass begibt sich die deutsch-polnische Formation Uwaga! auf einen irrwitzig-anarchischen Streifzug durch das klassische Repertoire. Scheinbar unvereinbare Stile gehen auf der Bühne eine tollkühne Liaison ein. Uwaga! kapert die Kompositionen der großen Meister und jagt sie mit schier unverschämter Spielfreude durch die Epochen. Am 28.6., 17 Uhr, tritt das Crossover-Ensemble im Rahmen des Turmfestes auf dem Marienplatz in Mönchengladbach auf.

Kindertheater des Monats: »Vom kleinen Maulwurf …« in Bochum, Moers und Wuppertal
Den Bilderbuchklassiker »Vom kleinen Maulwurf, der wissen wollte, wer ihm auf den Kopf gemacht hat« von W. Holzwarth und W. Erlbruch bringt das Krokodil Theater als Detektivgeschichte mit viel Musik für Zuschauer ab 4 Jahren auf die Bühnen in Wuppertal (1./2.6. Haus der Jugend Barmen), Bochum (22.6. Schauspielhaus) und Moers (25.6. Schlosstheater).

Kindertheater des Monats: »Die gnadenlose Clownshow« in Moers
Mit einem Clownstheater ohne rote Nase kommt das Berliner Theater Tiefflieger am 29.6. ins Schlosstheater Moers. Für Zuschauer ab 4 Jahren landet Paul der Tiefflieger auf der Bühne und beginnt die gnadenlose Clownshow: Bälle sausen umher, rohe Eier fallen auch mal neben die Pfanne und der Clown stürzt von einer »Banane« – manchmal direkt ins Publikum. Wenn ihm die Lust vergeht, holt es sich seine Schauspieler auf die Bühne und verwandelt sie zu Tieren …

Fonds Neues Musiktheater: »b. 20« (UA) in Düsseldorf
Nach der erfolgreichen Uraufführung im Mai ist der Tanzabend »DEEP FIELD – Zehn KLANGbelichtungen einer METAmorphose« von Komponistin Adriana Hölszky und Choreograf Martin Schläpfer wieder im Düsseldorfer Opernhaus zu sehen: am 1./7./9./15. und 19.6.

Fonds Neues Musiktheater: »Lola rennt« (UA) in Hagen
»Lola rennt« am 18.6. wieder über die Bühne des Theaters Hagen. In der Oper von Ludger Vollmer, die nach dem gleichnamigen Film von Tom Tykwer entstand, ging der Komponist kompositorisch den Fragen nach, denen sich Lola unter erschwerten Bedingungen stellen muss: Kann die Zeit stehenbleiben? Gibt es etwas, zum Beispiel die Liebe, das machen kann, dass ein Augenblick nicht vergeht? Dass er jedenfalls lange genug anhält, um etwas zu klären, das gerade ganz wichtig ist?

Fonds Neues Musiktheater: »Vom Mädchen, das nicht schlafen wollte« (UA) in Düsseldorf
Nach der erfolgreichen Uraufführung im Duisburger Theater im Februar steht diese abenteuerliche Familienoper um Freundschaft und Tod nach dem Libretto von Martin Baltscheit und der Musik von Marius Felix Lange nun in der Deutschen Oper am Rhein in Düsseldorf auf dem Spielplan: Zu erleben am 25.6. um 18:00 Uhr.

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